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Filmrolle erhalten
Das Tool zeigt dir, auf welcher der 5.443 digitalisierten Filmrollen der Name zu finden ist.
Original öffnen
Per Klick öffnest du das Digitalisat direkt im Katalog des U.S. National Archives (NARA).
Datenquelle
Die NSDAP-Mitgliederkartei wurde 1945 von US-Streitkräften beschlagnahmt und wird heute als Mikrofilm-Publikation A3340 im U.S. National Archives (NARA) aufbewahrt. Die erhaltenen Aufnahmen sind vollständig digitalisiert und öffentlich zugänglich — allerdings sind durch Kriegseinwirkungen und gezielte Vernichtung nicht alle Mitgliedskarten erhalten geblieben.
5.443 Filmrollen
im Suchindex
ca. 80 % vollständig
geschätzte Abdeckung
Kostenlos
keine Paywall
Was ist die NSDAP-Mitgliederkartei?
Die NSDAP-Mitgliederkartei ist die zentrale Mitgliederdatei der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. Sie wurde von der Reichsschatzkanzlei der NSDAP in München geführt und enthält Karteikarten zu Millionen von Parteimitgliedern – mit Name, Geburtsdatum, Beruf, Mitgliedsnummer und Eintrittsdatum. Nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmten US-amerikanische Streitkräfte den Bestand und brachten ihn in die Vereinigten Staaten.
Heute verwahrt das U.S. National Archives and Records Administration (NARA) in Washington D.C. die Unterlagen als Mikrofilm-Publikation A3340 (Record Group 242). Die 5.443 Filmrollen sind vollständig digitalisiert und über den öffentlichen NARA-Katalog kostenlos zugänglich. brownarchive.org stellt einen Suchindex bereit, der diese Filmrollen nach Nachnamen erschließt – ohne Anmeldung, ohne Paywall.
Die Kartei ist nicht vollständig erhalten: Schätzungsweise 20 Prozent des Bestands sind durch Kriegsschäden und gezielte Vernichtung verloren gegangen. Das Fehlen eines Namens schließt eine Mitgliedschaft daher nicht aus. Hinweis: Der Index erfasst ausschließlich die NSDAP-Kernkartei – keine Mitgliedschaften in SA, SS, HJ oder anderen NS-Organisationen.
Über 8,5 Millionen Menschen waren Mitglied.
In der NSDAP – der größten politischen Organisation des Dritten Reichs.
1933: ca. 2.500.000 Mitglieder 1945: über 8.500.000
Millionen waren dabei.
Mitglied sein war kein Randphänomen.
In vielen Berufen war Parteimitgliedschaft ein Vorteil – oft Voraussetzung für Karriere.
Quelle: Ian Kershaw – »Der NS-Staat« · bpb Hintergrundtexte
Die wenigsten erinnern sich daran.
Die meisten sagen: Unsere Familie war nicht beteiligt.
70–80 % der Deutschen glauben, ihre Vorfahren waren keine Täter.
Familiengeschichten entlasten – Archive nicht.
Quelle: Welzer, Moller, Tschuggnall – »Opa war kein Nazi« (2002)
Die Daten sind öffentlich.
Nicht Täter. Nicht Opfer. Dazwischen: Millionen.
Viele bezeichneten sich später als »Mitläufer«. Doch das System funktionierte nur durch breite Beteiligung.
Quelle: Norbert Frei – »Karrieren im Dritten Reich«
Die Namen auch.
Antisemitismus ist nicht verschwunden.
Klar antisemitische Aussagen finden heute noch Zustimmung.
Wissen nimmt ab.
Bis zu 40 % zeigen Wissenslücken über den Holocaust.
Das Archiv gibt Antworten.
8,5 Millionen Namen sind dokumentiert.
